Imagination forever!

Mein fast 17-jähriger Sohn besuchte gestern die Best, Messe für Studien und Weiterbildung. Danach war er voll begeistert. „Papa, ich hab mir so viele tolle Studienrichtungen angesehen. Am liebsten würde ich alle interessanten Studien gleichzeitig machen.“

Na gut, seine echte Kernbegeisterung liegt im weiten Feld der Physik, konkret der Hochenergiephysik, Teilchenphysik. Und genau da begegnet er einem Mann, der viele gescheite Dinge sagte. Zum Beispiel: „Logic will take you from A to B. Imagination will take you everywhere“.
Albert Einstein musste es ja wissen! Ja, er vermutete es.

Und da ist schon was dran. Aus heutiger Sicht, aktueller, denn je.
Noch dazu ist Dank der immer vernetzteren Forschung und dem Zulassen der Wissenschaft, dass unsichtbares, unerklärliches tatsächlich existiert bzw. existieren muss, ein riesiger Schritt in der Erkenntnis passiert. Und Einstein bekommt – wie so oft – posthum wieder Recht.

War es gestern noch das „wenn-dann“, so ist es heute das „wer weiss, was überhaupt“. Unvorstellbare Entwicklungen in der Welt – mit, in und um uns – sind möglich. Das zeigen hunderte Studien, Analysen, Beobachtungen und Fakten. Beim warum tun wir uns schon etwas schwerer.
Hirnforscher, Genetiker, und die erlesene Schar um Physiker, Biologen und Mediziner lassen Hoffnungen keimen, dass beispielsweise durch das in den letzten Jahrzehnten immer größer werdende Gehirn des Menschen , die Zunahme an Neuronen und damit die nachweisbare Steigerung der Intelligenz, die Menschheit ihre Ressourcen in friedvolle, nachhaltige, liebevolle und wertschätzende Weltordnungen lenken könnte.

Ein deutliches Symptom des Umbruches ist die heute für uns unüberschaubar und schwer fassbar gewordene Welt. Höchste Komplexität von Strukturen oder Scheinstrukturen lassen uns immer wieder orientierungslos nach Lösungen von Problemen suchen. Oder nach Entschlüsselung von Situationen, von denen wir glauben, sie seien ein Problem. Schlagworte, die gesellschaftliche und politische Szenarien beschreiben, sind:  komplex, nachfaktisch (was soll das?), faktenlos, diffus, perspektivenlos, orientierungslos, strukturlos, subtil, grenzenlos, …

Uns fehlen im Alltag die Erfahrungen mit der neuen Grenzenlosigkeit der Wissenschaft, den neuen Entwicklungen und deren Folgen umzugehen. Die nun klar anerkannte Verknüpfung von Körper, Seele und Geist, mit der die künftigen Generationen durch die Wirkung der Epigenetik neue Werkzeuge zur Erkenntnis erlangen, ist für viele nicht zu begreifen. Wie auch?

Zu neu ist die stattfindende Öffnung der Evolution, wie beispielsweise die bereits gefühlte, erkannte oder am beweisen befindliche Verbindung von Mensch und Universum.

Ich freue mich über die Vielfalt, die uns von der Einfalt immer mehr trennt. Wenn wir uns der Entwicklung mit Neugier, Freude und Offenheit stellen, wird unser Gehirn aktiver, neue neuronale Verschaltungen und Synapsen entstehen. Wir werden schlauer und wir schaffen es mit Vogelschau und Perspektivenwechsel leichter die Komplexität unserer Zeit zu unserem Vorteil zu nutzen.

Mittlerweile ist es vorstellbar, dass nur mit Gefühlen und Gedanken kommuniziert wird, Handlungen initiiert werden oder Prozesse gesteuert werden. Quasi mit den Basics der Quantenphysik von „Logic will take you from A to B“ zum noch unvorstellbaren „Imagination will take you everywhere.“ Unvorstellbar? Noch! 
Ja, ja, der Einstein.