Sind Sie noch jung genug???

Die intellektuelle Reduktion und Ver-Tunnelung unserer Gesellschaft und somit auch der Politik – als Spiegel derselben – ist evident.

Extrem oberflächliches Denken, verarmtes Fühlen, fehlleitende & manipulierte Trends, angstvolles Agieren sind leider State of the Art!
Stichworte wie Downsizing der Bildung, Verkümmern von Intelligenz und das Lemminge-Syndrom mögen exemplarisch diese Situation skizzieren …

Und da haben wir ja noch den ewigen Jugendwahn, natürlich gleichzeitig gepaart mit der Älteren-Ignoranz und der damit einhergehenden Wissens- und Erfahrungs-Isolation.

Die Personalpolitik nahezu aller nationalen und internationalen Unternehmen belegt dies. Hochkompetente, breit ausgebildete und sozial versierte Menschen über 50 scheitern am Geburtsdatum und werden am Arbeitsmarkt nicht mehr zu einem Vorstellungsgespräch geladen.

Und wie lange haben Sie noch?
Dieser Frage, die hier provokant klingen mag, begegnen wir andauernd.

Im Sinne der Work-Life-Balance, besser Work-Life-Delight genannt, gibt es seit knapp 2000 Jahren bereits die klare Antwort.
Die Antwort ist gleichtzeitig die neue Guideline für die Schmalgeister unserer Zeit!

Marc Aurel, der römische Kaiser-Philosoph schrieb sie im Jahr 170!!!!!

„Die Jugend kennzeichnet nicht einen Lebensabschnitt,
sondern eine Geisteshaltung;
sie ist Ausdruck des Willens,
der Vorstellungskraft und der Gefühlsintensität.
Sie bedeutet Sieg des Mutes über die Mutlosigkeit,
Sieg der Abenteuerlust über den Hang zur Bequemlichkeit.

Man wird nicht alt, weil man
eine gewisse Anzahl Jahre gelebt hat:
Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt.
Die Jahre zeichnen zwar die Haut
– Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele.
Vorurteile, Zweifel, Befürchtungen
und Hoffnungslosigkeit sind Feinde,
die uns nach und nach zur Erde niederdrücken
und uns vor dem Tod zu Staub werden lassen.

Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann.
Wer noch wie ein unersättliches Kind fragt: Und dann?
Wer die Ereignisse herausfordert
und sich freut am Spiel des Lebens.

Ihr seid so jung wie Euer Glaube.
So alt wie Eure Zweifel.
So jung wie Euer Selbstvertrauen.
So jung wie Eure Hoffnung.
So alt wie Eure Niedergeschlagenheit.

Ihr werdet jung bleiben,
solange Ihr aufnahmebereit bleibt:
Empfänglich fürs Schöne, Gute und Große,
empfänglich für die Botschaften der Natur,
der Mitmenschen, des Unfaßlichen.
Sollte eines Tages Euer Herz
geätzt werden von Pessimismus,
zernagt von Zynismus,
dann möge man Erbarmen haben
mit Eurer Seele – der Seele eines Greises.“

Sie sind doch noch jung genug!
Da ist sich ganz sicher …

Ihr Harald Franzke